Masken Fratzen

Über die Bedeutung der oftmals in Kirchenräumen angebrachten Masken, Fratzen, Tiere, Teufel, dämonischen Gesichter, grotesken Konsolfiguren gibt es unterschiedliche Auffassungen. Sollten sie das Böse fernhalten und sind sie somit wichtiger Bestandteil eines mittelalterlichen Abwehrzaubers? Stellen sie eine Galerie von Sündern dar, die durch das Tragen einer schweren Last bestraft werden? Ist mit diesen entstellten Fratzen der Teufel sprichwörtlich an die Wand gemalt und verkörpert so die Präsenz des Bösen? Demonstrieren diese dämonischen Gestalten die Bedrohung des Heiligen?

 

Es gibt viele Erklärungen für diese „Dissonanz“ in den heiligen Räumen und möglicherweise enthalten sie alle ein Stück Wahrheit. In jedem Falle sind sie oftmals Bestandteil der sakralen Architektur und fordern zur Auseinandersetzung mit ihnen auf.

 

Im Altarraum der Rauenthaler Pfarrkirche und auf der Empore sind sie dem ersten Blick zunächst entzogen. Man muss schon genauer hinsehen und hat man sie erst einmal entdeckt, entziehen sie sich dem Betrachter, durch ihre Position in großer Höhe. Sodann irritieren sie: Was bedeuten sie? Warum sind sie dort angebracht? Warum weiß man nichts Genaues über sie?

 

Die Bildergalerie unten ermöglicht eine nahe Betrachtung dieser zwielichtigen Gestalten. Schauen sie selbst.