Stifter: treue und wohltätige Gemeindemitglieder

Früher bekamen die Kirchen von wohlhabenden Bürgern oder Adeligen Bilder, Heiligenfiguren, Altäre oder andere kirchliche Utensilien, sie wurden gespendet oder eben „gestiftet“ Die Stifter kamen dadurch zu irdischen Ehren, sie hofften aber auch, so das Wohlgefallen Gottes zu erlangen und sich gleichzeitig den Weg in den Himmel zu ebnen. Sie gaben für irdischen Ruhm und himmlischen Lohn.

 

In der Rauenthaler Pfarrkirche gehört die Familie Münch, die seit 1597 in Rauenthal ansässig war, zu den großzügigen Stiftern. Der im Jahre 1691 errichtete Hochaltar ist eine Stiftung von Johann Adam Münch. Der Muttergottesaltar an der Nordseite des Langhauses ist eine Stiftung des aus Rauenthal stammenden Mainzer Domorganisten Johann Gerhard Münch.

 

Das große Ölgemälde von 1684 an der Nordwand des Langhauses, das die Grablegung Christi zeigt, ist eine Stiftung von Jakob Münch.

 

Der Annenaltar auf der Südseite des Langhauses wurde aller Wahrscheinlichkeit vom Rauenthaler Oberschultheißen Johann Georg Hoffmann gestiftet.

 

Die Barockmadonna unter der Empore aus dem Jahre 1742 wurde von der Familie Serger gestiftet. Die Pieta in der Wandnische des nördlichen Langhauses ist eine Stiftung von Hans Eschbach, auch einem Sohn von einer Rauenthaler Familie.

 

Der Kreuzweg aus dem Jahre 1923, der vom Wiesbadener Künstler August Martin stammt, ist eine Stiftung des damaligen Pfarrers Hirschmann.

 

Die Kirchenfenster des im Jahre 1955 errichteten Anbaus auf der Nordseite der Kirche und in der neuen Sakristei sind ebenfalls Stiftungen. Eine ganze Reihe von Rauenthaler Bürgerinnen und Bürgern und Firmen übernahmen die Finanzierung.

 

Im Jahre 1970 stiftete die Rauenthalerin Elisabeth Körner eine neue Monstranz im gotischen Stil.

 

Im Jahre 1971 haben Rauenthaler Bürger ein vergoldetes Vortragekreuz gestiftet.

 

Im Jahre 1980 stiftet Familie Bammert im Neubau das aus Holz geschnitzte Bildnis des Hl. Judas Thaddäus.

 

Im Jahre 1981 stiftet Karl Johann Wagner vom Weingut Johanneshof die aus Holz gefertigte Figur des Apostels Johannes, die heute im Neubau in der Nische an der Ostwand unweit der Traubenmadonna steht.  

 

Dass Stiftungen heute auch noch getätigt werden, zeigt die Restaurierung der Barockheiligen im sogenannten Neubau der Pfarrkirche in den Jahren 2007 bis 2011. Die Figuren zeigen sich durch die Überarbeitung in einem erstaunlichen Glanz und ziehen heute bewundernde Blicke auf sich. Möglich gemacht hat das der Seniorchef der Firma Elektro - Werner, Herr Robert Werner.

Stifter der Fenster in Neubau und Sakristei

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